AML-Prüfungen für Krypto-Casinos

AMLA und Krypto-Online-Casinos: Wie die EU-Regeln 2026 die Transaktionskontrollen für Spieler verändern

Kryptozahlungen werden in der Europäischen Union zunehmend strenger kontrolliert. Im Jahr 2026 können Spieler bei der Nutzung digitaler Vermögenswerte mit einheitlicheren Identitäts- und Transaktionsprüfungen konfrontiert werden, während AMLA eine größere koordinierende Rolle bei der Bekämpfung von Geldwäsche übernimmt.

Wie AML-Kontrollen für Zahlungen in Online-Casinos gelten

Online-Casinos müssen Ein- und Auszahlungen mit der Identifizierung von Kunden und der Überwachung von Transaktionen verbinden. Im Jahr 2026 führen Glücksspielanbieter eine Sorgfaltsprüfung der Kunden durch, wenn Einsätze, Gewinne oder miteinander verbundene Transaktionen einen Betrag von 2.000 € erreichen. Prüfungen können auch erforderlich sein, wenn der Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung besteht.

Online-Casinos müssen die Zahlungsabwicklung mit Identitäts- und Transaktionskontrollen verbinden, insbesondere wenn Ein- oder Auszahlungen eine zusätzliche Überprüfung erfordern. Spieler, die Nolimit Way nutzen, können mit Konto- und Zahlungsprüfungen konfrontiert werden, die Teil der allgemeinen Compliance-Verfahren für Online-Glücksspiele sind. Sind Kryptodienste beteiligt, kann je nach Zahlungsweg und dem für die Übertragung zuständigen Anbieter auch außerhalb des Casinos eine zusätzliche Überprüfung stattfinden.

Ein Casino und ein Kryptodienstleister können unterschiedliche Teile derselben Zahlung prüfen. Das Casino kann den Spieler und die Herkunft der Mittel überprüfen, während der Kryptodienst Angaben zum Absender, Begünstigten und zur Wallet kontrollieren kann. Eine Überprüfung oder Verzögerung bedeutet nicht automatisch, dass eine Transaktion als verdächtig eingestuft wird.

Was sich durch AMLA im Jahr 2026 ändert

Am 1. Januar 2026 schloss AMLA die Übernahme der EU-weiten Aufgaben zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde ab. Die Behörde unterstützt nun Aufsichtsstellen, koordiniert Financial Intelligence Units und arbeitet an einheitlicheren Maßnahmen gegen Geldwäsche.

AMLA beaufsichtigt im Jahr 2026 nicht jedes Online-Casino oder Kryptounternehmen direkt. Die nationalen Behörden sind weiterhin für die laufende Aufsicht zuständig, während AMLA gemeinsame Standards und die Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Stellen weiterentwickelt. Die direkte Aufsicht ist ab 2028 für ausgewählte Finanzunternehmen mit hohem Risiko vorgesehen.

Auch MiCA erreichte am 1. Juli 2026 einen wichtigen Stichtag, als die EU-weite Übergangsfrist für berechtigte Kryptowerte-Dienstleister endete. Anbieter ohne die erforderliche Zulassung konnten nach Ablauf der jeweiligen nationalen Übergangsregelung die erfassten Kryptodienste nicht mehr fortführen.

AML-Prüfungen für Krypto-Casinos

Warum Kryptotransaktionen zusätzliche Prüfungen auslösen können

Die EU-Regeln zur Nachverfolgbarkeit von Kryptotransaktionen gelten seit dem 30. Dezember 2024. Wenn ein regulierter Kryptowerte-Dienstleister beteiligt ist, müssen die vorgeschriebenen Angaben zum Auftraggeber und Begünstigten die Transaktion begleiten oder entsprechend übermittelt werden. Fehlende erforderliche Daten können dazu führen, dass eine Zahlung nach einer Prüfung ausgeführt, abgelehnt, zurückgesendet oder vorübergehend ausgesetzt wird.

Selbstverwahrte Wallets bleiben zulässig, können jedoch zusätzliche Kontrollen auslösen. Bei Transaktionen von mehr als 1.000 € zu oder von einer selbstverwahrten Adresse muss der Kryptodienstleister geeignete Maßnahmen ergreifen, um festzustellen, ob diese Adresse seinem Kunden gehört oder von ihm kontrolliert wird. Der Kunde kann daher aufgefordert werden, die Kontrolle über die Wallet nachzuweisen.

Bei der Überwachung wird neben dem Betrag auch das Transaktionsverhalten berücksichtigt. Wiederholte Überweisungen, schnelle Bewegungen von Geldern, ungewöhnliche Aktivitäten oder Transaktionen in Länder beziehungsweise Gebiete mit höherem Risiko können weitere Fragen auslösen. Ein Anbieter kann dann Angaben zur Herkunft, zum Zweck oder zum Ziel der Kryptowerte verlangen.

Was Spieler als Nächstes erwarten können

Die Verordnung (EU) 2024/1624 ist bereits in Kraft, wird jedoch größtenteils ab dem 10. Juli 2027 angewendet. Sie behält den Schwellenwert von 2.000 € für Sorgfaltsprüfungen bei Glücksspieldienstleistungen bei und bestätigt, dass mehrere kleinere, miteinander verbundene Transaktionen bei der Berechnung dieses Schwellenwerts zusammengerechnet werden können.

Im Jahr 2026 gelten einige Vorschriften bereits, während andere noch vorbereitet werden. Die Regeln zur Nachverfolgbarkeit von Kryptotransaktionen sind aktiv, die MiCA-Übergangsphase ist beendet und AMLA entwickelt Standards für den umfassenderen EU-Rechtsrahmen. Nationale Anforderungen können weiterhin unterschiedlich sein, sodass sich die Prüfverfahren je nach Land und Betreiber unterscheiden können.

Spieler, die Kryptowährungen für Glücksspiele verwenden, sollten damit rechnen, dass sich Prüfungen auf ihre Identität, den Zahlungsverlauf und die Bewegung von Geldern konzentrieren. Korrekte Kontodaten sowie aufbewahrte Unterlagen von Kryptobörsen oder Wallets können hilfreich sein, wenn ein Casino oder Kryptodienst zusätzliche Informationen verlangt.